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In eigener Sache: Fridays for Future und SOMNOmedics

Ich bewundere Fridays for Future. Diese Bewegung, die junge Leute ins Leben gerufen haben und die nun doch in der Politik erhebliche Reaktionen auslöst. Konsequent zu Ende gedacht, müsste diese Form der Basisdemokratie und Meinungsäußerung auch für andere essentielle Fragen des Lebens angewandt werden.

Rein zufällig konnte ich vergangenen Freitag in Würzburg einer Demonstration auf dem Marienplatz beiwohnen. Dort sah ich viele junge Menschen, die den Rednern enthusiastisch Beifall zollten, obwohl das dort Geäußerte der Sache sicher nicht in jedem Fall dienlich war.

Beim Weg durch die Menge stieß ich auch auf eine Gruppe junger Mädchen, die den Worten lauschten und dabei genussvoll eine Zigarette rauchten – Und in solchen Momenten kommt man dann automatisch ins Grübeln und fragt sich: Was kann man selbst zum Gelingen einer lebensfähigen Zukunft beitragen?

SOMNOmedics hat bereits im Jahr 2007 beim Neubau in Randersacker komplett auf konventionelle Heiztechnik verzichtet. Sowohl der damalige Bau als auch alle folgenden Gebäude – inklusive des jetzt fertig gestellten Schlafzentrums am Sonnenstuhl – werden mit Erdwärme betrieben.

Für den Anbau und das Schlafzentrum haben wir zusätzlich Photovoltaikanlagen mit einer Kapazität von ca. 42.000 kWh einbauen lassen.

SOMNOmedics will darüber hinaus schon länger den firmeneigenen Fuhrpark auf umweltfreundliche Antriebstechniken umstellen.

Erste Versuche mit einem VW e-Up und einem Tesla Model 3 zeigen aber, dass die zur Verfügung gestellte Technologie noch nicht die gestellten Anforderungen an unseren Bereich „Vertrieb und Services“ erfüllen. Den Prognosen nach ist es mit der LIION Technologie auch auf längere Zeit nicht möglich, Strecken von 600 km bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen sicher zu bewältigen.

Alternativ werden wir deshalb noch in diesem Jahr die Brennstoffzelle auf ihre Tauglichkeit testen. Hier ist die Erwartungshaltung deutlich höher.

Es ist aber nicht nur der Energieverbrauch für Heizung und Transport, der im Zusammenhang mit einer lebenswerten Erde für die nächsten Generationen in Verbindung steht. Es existieren auch jede Menge Altlasten.

Das neue SOMNOmedics Gebäude etwa wurde 2007 auf dem Gelände einer ehemaligen Bitumenfabrik erbaut. Deshalb mussten erhebliche Mengen kontaminierten Bodenaushubs fachgerecht entsorgt und der Untergrund auf diesem Weg von Altlasten befreit werden.

Auch das jetzt neu gebaute Schlafzentrum am Sonnenstuhl ist auf einer ehemaligen Mülldeponie errichtet. Auch hier mussten aufwendig über 300 Tonnen mit Haus- und Plastikmüll belasteter Boden aus den 1970er Jahren entsorgt werden.

Ja, auch das Rekultivieren mit Altlasten kontaminierter Böden ist eine Art der Wiedergutmachung von begangenem Missbrauch an der Natur. Schließlich trägt auch das zur Erhaltung unserer Lebensräume bei.

Zusätzlich haben wir eine Fläche von über 4.100q qm aufbereitet, und zusätzlich weiter 200 Tonnen belasteten Boden entsorgt und in einen Park mit 35 neuen Bäumen verwandelt.

Genauso wichtig ist, dass wir Verpackungsmüll vermeiden. SOMNOmedics wird ca. 95 % der bisher benötigten Plastikverpackungen einsparen, indem wir Verpackung/Versand umstellen – und das ist noch nicht das letzte Wort.

Fridays for Future hat den Klimaschutz in die Köpfe der Menschen gepflanzt. Jetzt es ist an uns allen, selbst die Weichen zu stellen und bewusst mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen.

Natürlich kann und muss die Politik, soweit sie die Interessen der Bürger vertritt, dafür Anreize schaffen; aber ganz ehrlich: ohne einen gewissen Druck folgen sie wohl eher den Lobbyisten – und Lobbyisten für eine lebenswerte Erde sind in Berlin (noch) nicht engagiert.

Dr. Gert Küchler
Gründer & CEO SOMNOmedics GmbH